Wer aus einer anderen Branche als der Viehzucht kommt, findet das Konzept der Silage ein seltsames Phänomen. Aus rein wirtschaftlicher Sicht stimmt da etwas nicht.

Lassen Sie es mich mit einem einfachen Beispiel erklären: Stellen Sie sich vor, Sie gehen morgens durch den Gemüsegarten und sehen, wie prächtig die Möhren und Erbsen dastehen. Ihre Geschmacksknospen beginnen zu arbeiten und Sie fragen Ihren Partner, ob Sie heute Abend Erbsen und Möhren essen können. „Sicher, Schatz, machen wir“, antwortet Ihr Partner.

Beim Abendessen stellen Sie fest, dass das Gemüse etwas muffig und mehlig schmeckt, ganz und gar nicht, was Sie erwartet hatten. „Sind das die Möhren und Erbsen aus dem Garten, Schatz?“ „Sicher, die vom letzten Jahr“, antwortet Ihr Partner. „Sie kommen aus dem Gefrierschrank, und um den Nährwertverlust auszugleichen, habe ich sie mit etwas Salz, Zucker, Kräutern und Vitaminpulver aufgepeppt. Das machen wir doch jedes Jahr so. Die aus dem Garten habe ich gerade für nächstes Jahr eingefroren.“

Vergleichen wir das mit Grassilage, hat Ihr Partner die Erbsen und Möhren teilweise zubereitet, in eine Plastikwanne gesteckt, mit Folie bedeckt und für das nächste Jahr im Garten vergraben.

Aus rein wirtschaftlicher Sicht erzeugen wir jedes Jahr mehrere Cashflow-Verluste, die erst viele Monate später wieder ausgeglichen werden können.
1. Cashflow-Verlust: Aussaat des Grases, sagen wir im September (rechnen Sie alle notwendigen Bearbeitungsschritte mit ein).
2. Cashflow-Verlust: Mähen des ersten Schnitts im April/Mai und Silieren (rechnen Sie alle notwendigen Bearbeitungsschritte mit ein).
3. Cashflow-Verlust: Mähen des zweiten Schnitts und Silieren.
4. Cashflow-Verlust: Mähen des dritten Schnitts und Silieren.
5. Cashflow-Verlust: Mähen des vierten Schnitts und Silieren.

Der Cashflow-Verlust kann erst wieder hereingeholt werden, wenn die Tiere aus dieser Silage gefüttert werden und diese in Milch oder Fleisch umwandeln.

6. Cashflow-Verlust: Da Silagefutter einen Nährwertverlust von etwa 20 % hat, müssen wir dies mit Kraftfutter ausgleichen. 8 kg pro Kuh und Tag. Rechnen Sie hierbei auch alle notwendigen Bearbeitungsschritte mit ein, um die Kühe im Stall zu füttern, die Ställe zu reinigen, Mist auszubringen, etc.

Wenn die Kuh draußen weidet, wandelt sie den primären Rohstoff (Gras, oder noch besser ein „Salatbuffet“) direkt in Milch oder Fleisch um. KOSTENLOS!!!

Kein Unternehmen beschafft einen primären Rohstoff, um ihn erst ein Jahr später in ein fertiges Produkt umzuwandeln. Lagerbestand/Vorrat kostet Geld und Platz. Es sei denn, der Lagerbestand erhöht in der Zwischenzeit seinen Wert. Bei Gras- oder Maissilage sinkt der Wert des Lagerbestands sogar!

Natürlich ist ein Vorrat notwendig, um durch den Winter zu kommen. Aber bei dem System, bei dem Kühe im Stall gehalten werden, fressen die Tiere Gras vom letzten Jahr, während draußen frisches Gras mit hohem Nährwert steht.

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